
Oh, wie ich früher oben erwähnte Teilchen geliebt habe! Aber findet mal vegane Puddingteilchen beim 0-8-15-Bäcker um die Ecke! Um ehrlich zu sein, habe ich die noch nie irgendwo in vegan entdecken können.
Jetzt hat das Warten jedoch ein Ende, denn mit diesem Beitrag wisst ihr gleich, wie man diese Köstlichkeiten recht simpel selber machen kann!
Ist das gut, oder ist das gut?!
Ich habe mich dazu entschlossen mal eine Mischung aus Hefe- und Blätterteig zu machen und bin davon – gelinde gesagt – völlig aus dem Häuschen.
Wie ihr wisst, ich LIEBE ja Hefeteig, aber vor allem bei Puddingteilchen, darf der Blätterteig ja irgendwie auch nicht fehlen, oder? Also, hab ich mir gedacht: wieso nicht beides miteinander vereinen?!
Und siehe da, das hat hervorragend geklappt und wird sicher nicht das letzte mal gewesen sein, dass ich die beiden mit einander verpaare.
(An dieser Stelle bitte einmal im Kopf „Love is in the air“ summen – danke.)

Vegane Puddingteilchen – jetzt legen wir aber mal los:
Zutaten für den Teig (ergibt etwa 8-10 Stück):
- 1 Pckg. fertigen, veganen Blätterteig* (275g)
- 350g Mehl (Dinkel Type 630)
- 1/2 Würfel Hefe + 1 EL Zucker
- 30g Alsan o. andere pflanzliche Margarine
- 50g Zucker
- 150ml Sojamilch
- 1 Prise Salz
- ca. 25-50 ml Wasser
Zutaten für den Pudding:
- 500ml Sojamilch
- 1 1/2 Packungen Puddingpulver
- 70g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt**
- 1 Prise Salz
Nach Bedarf:
- ca. 100g Puderzucker
- Spritzer Zitronensaft
*Die meisten (vor allem die günstigen) in der Kühlung sind vegan.
**Wer das nicht hat, kann auch eine Packung Vanillezucker o. ähnliches nehmen. Es geht nur darum, den Vanillegeschmack noch etwas zu maximieren.
Zubereitung vegane Puddingteilchen:
Für den Pudding ca. 50 ml von der Sojamilch abnehmen und dort das Puddingpulver seperat anrühren. Den Rest zusammen mit dem Zucker erhitzen, bis die Mischung kocht.
Den Topf vom Herd nehmen und das Puddingpulver einrühren. Danach nochmal auf die Herdplatte stellen und nochmals unter rühren aufkochen lassen. Mit Vanilleextrakt und Salz abschmecken und zum abkühlen beiseite stellen.
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben, eine kleine Kuhle machen und dort den halben Würfel Hefe reinbröseln, mit einem EL Zucker bestreuen und ca. 50ml der Sojamilch lauwarm erhitzen (wirklich nur so, dass ihr noch locker einen Finger reintunken könnt) und über die Hefe kippen. Wo wir grade schon beim tunken mit dem Finger waren, darf der Finger jetzt in der Kuhle ein paar mal seine Kreise ziehen, damit sich Zucker und Hefe ein bisschen verbinden.
Dann das Ganze erstmal für 10-15 Minuten stehen lassen, damit die Hefe richtig durchstarten kann.
Alsan oder andere pflanzliche Margarine schmelzen, und dann zusammen mit Zucker, Sojamilch und der Prise Salz zu der Mehl-Hefemischung geben. Mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer mind. 5 Minuten (gerne mehr!) zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die angegebene Wassermenge dient zur Nachjustierung, erscheint euch der Teig noch zu trocken, gebt davon noch einen Schluck dazu, wenn der Teig schon eine glatte Oferfläche hat und sich komplett vom Schüsselrand löst, könnt ihr darauf verzichten.
Bei Hefeteigen kommt es da einfach ein wenig auf das Gefühl an – der Teig soll nach dem kneten glatt (also die Oberfläche) und elastisch sein, darf aber auch nicht zu sehr kleben. Probiert da ein bisschen mit der richtigen Mehl-Flüssigkeitsmenge aus. Zur Not könnt ihr auch immernoch, wenn der Teig zu feucht ist, etwas Mehl dazugeben.
Abgedeckt für ca. 30-40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Blätterteig aus der Verpackung befreien. Standartmäßig hat er etwa eine Größe von 42x24cm. Der gegange Hefeteig soll nun in etwa auf dieselbe Größe ausgerollt werden.
Dazu die Arbeitsplatte mit etwa Mehl bestäuben und den Hefeteig darauf ausrollen. Das muss an dieser Stelle keine Wisschenschaft sein, ihr müsst also nicht das Maßband anlegen. Beide Teige übereinander legen, etwas andrücken (oder ein paar mal drüber rollen) und mit einer Gabel gleichmäßig einstechen. Jetzt klappt ihr den Teig einmal zusammen (von einer „kurzen“ Seite zur anderen), rollt ihn wieder in etwa auf die vorherige Größe aus und stecht ihn mit einer Gabel nochmal ein.
Dieser Vorgang kann so oft wie ihr mögt wiederholt werden. Je öfter, desto feiner werden die Schichten. Ich habe es insgesamt vier mal gemacht.
Wenn ihr damit fertig seid, teilt ihn 8-10 Quadrate ein. Nun kommt der zu Beginn gekochte Pudding ins Spiel. Gebt einen ordentlichen Klecks in die Mitte von jedem Quadrat und faltet die Ecken nach innen. Damit das Ganze gut hält, habe ich die Enden ein bisschen „verzwirbelt“.
So vorbereitet könnt ihr die Puddingteilchen nochmal 10-15 Minuten angedeckt gehen lassen und in der Zeit den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen lassen.
Vegane Puddingteilchen nacheinander (je 5 Stück pro Durchgang) im Ofen für jeweils ca. 30 Minuten backen.
Wer seinem Ofen das zutraut, kann aber auch beide Bleche auf einmal im Ofen backen, sollte dann aber zwischendurch die Position tauschen und damit rechnen, dass die Backzeit in der Tendenz eher 10-15 Minuten mehr beträgt.
Nachdem die Puddingteilchen aus dem Ofen geholt und vollständig abgekühlt sind, darf gerne noch eine beherzte Menge Zuckerguss ihren Weg auf das Gebäck finden. (Zur Info: auf meinen Fotos ist noch keiner drauf, da das Licht bis zum vollständigen abkühlen einfach zu schlecht gewesen wäre, aber seid euch gewiss, dass es noch eine Zuckergussdusche für die Teilchen gab – das macht auch erst das „Wie-vom-Bäcker-Gefühl“ komplett.
Lasst es euch schmecken!
Eure Nele




sehr lecker! klappt gut.
Ich hab sie vor dem Backen noch mit etwas geschmolzener Butter bepinselt und nach dem Backen mit etwas Wasser verrührter selbstgemachter Quittenmarnelade. Für das klebrige Finger Gefühl